27.11.2012
Berusschule/Berufsschulunterricht

Seit August 2012 findet der Berufsschulunterricht für den Fachbereich Zahntechnik in der Paul-Ehrlich-Schule (www.paul-ehrlich-schule.de) statt. 

                                                                          

                                                                  

 

Schulbesuch

        1.  Schulpflicht

Der Ausbilder ist verpflichtet, den Auszubildenden für den Besuch der Berufsschule freizustellen    (§ 7 Berufsbilgungsgestz (BBiG). Die Anrechnung der Schulzeit auf die Arbeitszeit wird für alle Auszubildenden im § 9 des Jugendarbeitszeitschutzgesetzes (JArbSchG) geregelt.

Ein Schultag, an dem mehr als 5 Unterrichtsstunden erteilt werden, wird für den Auszubildenden als 8-Stundentag gewertet.    

Am zweiten (kurzen) Berufsschultag steht er dem Ausbilder zur betrieblichen Ausbildung zur Verfügung. Dabei gilt für die zeitliche Einteilung an diesem Tag folgende Regelung:

Die Unterrichtszeit am zweiten Berufsschultag wird auf die Arbeitszeit als Zeitstunden (§ 9 Absatz 2, Satz 3) angerechnet. Die Wegezeiten von der Berufsschule zum Betrieb werden auf die Arbeitszeit nicht angerechnet, auch dann nicht, wenn der Berufsschulunterricht aus nicht vorhergesehenen Gründen ausgefallen ist. Ebenfalls nicht angerechnet werden Zeiten zur Erholung und zur Einnahme des Essens zwischen Unterrichtsende und Aufnahme der Arbeit im Betrieb.

Gemäß dem „Zweiten Gesetz zur Änderung des Jugendarbeitsschutzgesetzes“, weisen wir auf die Änderung des § 9 hin, wonach nunmehr Auszubildende, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, nach dem Besuch der Berufsschule in jedem Fall den Betrieb aufzusuchen haben. 

  1. Fehlzeiten in der Schule 

Da die Freistellung von der betrieblichen Ausbildung zweckgebunden ist, muss die Schule den Betrieb davon in Kenntnis setzen, wenn der Auszubildende seiner Verpflichtung, die Schule zu besuchen, nicht nachkommt und dafür keine ausreichende Entschuldigung vorgelegt hat. In der Regel hat die Entschuldigung einen Vermerk des Ausbilders über seine Kenntnisnahme zu enthalten.

Fehlzeiten können lt. § 8 – 10 der VO Berufsschule aus folgenden Gründen entschuldigt werden:

  • aus privaten Gründen des Auszubildenden (Krankheit, Familienangelegenheiten etc.),
  • bei überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen, wie z. B. den vorgeschriebenen Kursen des BTZ,
  • im Falle von Bildungsurlaub nach dem Bildungsurlaubsgesetz
  • im Falle von Angelegenheiten im Rahmen der Mitbestimmung nach dem Betriebsverfassungsgesetz.

Alle Fehlzeiten, die nicht entschuldigt werden können, müssen als unentschuldigt im Zeugnis vermerkt werden.       

  1. Urlaub 

Urlaub soll grundsätzlich in den Schulferien genommen werden, wenn mit ihm eine Abwesenheit von der Schule verbunden ist. Sollte aus wichtigen Gründen der Jahresurlaub in der Schulzeit genommen werden müssen, nehmen die Auszubildenden an dem regulären Unterricht teil, für den jedoch kein Urlaubstag angerechnet wird (dies gilt auch für den kurzen Berufsschultag).         

Ist der Auszubildende in dieser Zeit verreist, so kann der Klassenlehrer verlangen, dass der Unterricht an einem anderen Tag nachgeholt wird. 

  1. Studienfahrten 

Es besteht nach dem Hessischen Wandererlass für jede Berufsschulklasse einmal in der Ausbildungszeit u.a. die Möglichkeit, eine mehrtägige Studienfahrt durchzuführen. Diese Fahrten sollen einen sportlichen oder einen beruflichen Bezug haben.

Die Teilnahme an den Fahrten ist für die Schülerinnen und Schüler verpflichtend, da es sich um eine besondere Unterrichtsveranstaltung handelt.

Die Dauer der Studienfahrt kann bis zu 6 Tagen betragen. Je nachdem wird die den Betrieben entzogene Zeit „zurückerstattet“, indem der Berufsschulbesuch für eine bestimmte Zeit als abgegolten gilt. Beträgt die Dauer der Fahrt 3-4 Tage, so ist der Unterricht für 2 Wochen abgegolten (inkl. der Woche der Fahrt). Beträgt die Dauer der Fahrt 5-6 Tage, so ist der Unterricht für 3 Wochen abgegolten (inkl. der Woche der Fahrt). Dies wird in der Regel in den Ankündigungsschreiben an die Betriebe mitgeteilt. Studienfahrten gehen somit zeitlich immer zu Lasten der Schulzeit.

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