Ausbildungsplan

Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Zahntechniker / zur Zahntechnikerin

Lfd.

Nr.

Teil des Ausbildungs-berufsbildes

Fertigkeiten und Kenntnisse, die unter Einbeziehung selbständigen Planens, Durchführens und Kontrol-lierens zu vermitteln sind

Zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr

     

1

2

3

4

1

Berufsbildung, Arbeits-und Tarifrecht (§ 3 Nr. 1)

a) Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluss, Dauer und Beendigung erklären

b) gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbil-dungsvertrag nennen

c) Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen

d) wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen

e) wesentliche Bestim-mungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden Tarifverträge nennen

 

während der gesamten Ausbildung zu vermitteln

 2

Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes (§ 3 Nr. 2)

a) Aufbau und Aufgaben des  ausbildenden Betriebes erläutern

b) Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes, wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung, erklären

c) Beziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen

d) Grundlagen , Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder personalvertretungs- rechtlichen Organe des ausbildenden Betriebes

 

 

3

Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (§ 3 Nr. 3)

a) Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen

b) berufsbezogene Arbeitsschutz- u. Unfallver-hütungsvorschriften anwenden

c) Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten

d) Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbe-kämpfung ergreifen

 

               

4

Umweltschutz (§ 3 Nr. 4)

Zur Vermeidung betriebs-bedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungs-bereich beitragen, insbe-sondere

a) mögliche Umweltbe-lastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären

b) für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden

c) Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umwelt-schonenden Energie- und Materialverwendung nutzen

d) Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umwelt-schonenden Entsorgung zuführen

 

               

 

 

a) Betriebs- und Gebrauchsanweisungen sowie Tabellenwerke und Diagramme lesen und anwenden

3*)

           
 5 Lesen und Anwenden von technischen Unterlagen sowie Einsetzen und Handhaben von Arbeitsgeräten und Werkzeugen (§ 3 Nr. 5)

b) Arbeitsplatz unter Berücksichtigung technischer, ergonomischer und organisatorischer Notwendig-keiten einrichten

c) Werkzeuge nach Werkstoff, Bearbeitungs-kriterien und angestrebter Oberflächengüte des Werkstücks auswählen

d) Werkzeuge, Meßgeräte, Bearbeitungsmaschinen und technische Einrichtungen reinigen, pflegen und instand-halten

 

               
   

e) Maschinen, Anlagen und Geräte für formgebende und -verändernde Verfahren, insbesondere rotierende Instrumente, Öfen, Gußma-schinen, galvanotechnische Bäder, Löt- und Schweiß-geräte, einstellen, program-mieren und handhaben

 

     3*)          
   

f) Störungen an Meßgeräten, Bearbeitungsmaschinen und technischen Einrichtungen feststellen und Maßnahmen zur Störungsbeseitigung ergreifen

 

               

Lfd.

Nr.

Teil des Ausbildungs-berufsbildes

Fertigkeiten und Kenntnisse, die unter Einbeziehung selbständigen Planens, Durchführens und Kontrol-lierens zu vermitteln sind

Zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr

     

1

2

3

4

 

 

a) Verarbeitungsanleitungen lesen und anwenden

3*)

           
 6 Beurteilen und Einsetzen von Werk- und Hilfsstoffen (§ 3 Nr. 6)

b) Werk- und Hilfsstoffe unter Berücksichtigung ihrer fertigungstechnischen, gerätetechnischen u. physio-logisch unbedenklichen Verwendbarkeit auswählen und einsetzen

c) prothetische Werkstücke, insbesondere durch Gießen, urformen

d) Werkstoffe, insbesondere Metalle und Thermoplaste, umformen

e) Wachse auswählen sowie durch Modellieren und Fräsen be- und verarbeiten

f) Arbeitsunterlagen und Werkstücke mit handgeführten und ortsfesten Maschinen spanabhebend unter Berücksichtigung von Standzeit und Oberflächengüte bearbeiten

 

               
   

g) Oberflächen durch elektrochemische Verfahren bearbeiten

 

         3*)      
   

h) Oberflächenverbund-systeme, insbesondere durch Silanisieren, herstellen

i) Gefügeeigenschaften von Werkstoffen, insbesondere durch Rekristallisieren, Homogenisieren, Vergüten und Tempern, ändern

 

               
   

a) Bedeutung des Qualitätsmanagements erfassen

 

   

3*)

         
 7

Qualitätsmanagement (§ 3 Nr. 7)

b) Fertigungsschritte, insbesondere Modell, Biß, Zustand und eingestellte Werte des Kaubewegungssimulators, beurteilen und dokumentieren

c) Produktqualität, insbesondere Zahnform, -farbe und -stellung, Oberfläche, Sauberkeit und Hygiene, beurteilen und dokumentieren

 

               
   

d) funktionelle Ränder, Materialstärken und Paßgenauigkeiten beurteilen und dokumentieren

 

     

3*)

       
   

e) Qualitätsabweichungen feststellen sowie Fehlerursachen aufzeigen und beseitigen

 

               
   

a) patientenbezogene Bestimmungen des Daten-schutzes anwenden

 

2*)

           
   

b) berufsspezifische Fachtermini anwenden

c) Aufträge erfassen und auf Vollständigkeit prüfen

d) Arbeitsablauf und Materialeinsatz unter Berück-sichtigung konstruktiver, organisatorischer, arbeits-teiliger und kostenbewußter Gesichtspunkte planen, koordinieren und festlegen

 

               
 8  Erstellen von zahntechnischen Planungen (§ 3 Nr. 8)

e) Planungsmodelle und –skizzen anfertigen

 

       

3*)

   

f) Auftraggeber über technische Möglichkeiten der Werkstückkonstruktion beraten

g) Auftraggeber über die Biokompatibilität der Werkstoffe informieren und Alternativen aufzeigen

 

               
   

a) Abformungen prüfen und für die Weiterverarbeitung werkstoffgerecht vorbereiten

 

9

           
 9 Erstellen von Arbeitsunterlagen nach Abformungen (§ 3 Nr. 9)

b) Modellwerkstoffe, insbesondere Gipse und Kunststoffe, nach Eigenschaften und Verwendungszweck auswählen und verarbeiten

c) Arbeitsunterlagen, insbesondere durch Ausgießen von Abformungen, herstellen und nach Aushärtung entformen

d) ausgeformte Arbeits-unterlagen zu Spezial-modellen weiterbearbeiten, insbesondere zu Funktions- und Stumpfmodellen sowie dreidimensional getrimmten Planungsmodellen

 

               
   

a) Registrierhilfen, insbesondere nach extra- und intraoralen Registrierverfahren, unter anatomischen, werkstoff- und verfahrenstechnischen Gesichtspunkten herstellen

 

7

           
 10 Anfertigen von Bißregistrierhilfen und Umsetzen in Kieferbewegungssimu-latoren (§ 3 Nr. 10)

b) Bewegungssimulationsgeräte nach mittleren Werten sowie für die individuell lagerichtige Übertragung der Kiefermodelle auswählen

c) Modelle nach mittleren Werten lagerichtig in Bewegungssimulationsgeräte übertragen

 

               

Lfd.

Nr.

Teil des Ausbildungs-berufsbildes

Fertigkeiten und Kenntnisse, die unter Einbeziehung selbständigen Planens, Durchführens und Kontrol-lierens zu vermitteln sind

Zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr

     

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3

4

10

 Anfertigen von Bißregistrierhilfen und Umsetzen in Kieferbewegungssimu-latoren (§ 3 Nr. 10)

d) Modelle nach individuellen Vorgaben lagerichtig in Bewegungssimulationsgeräte übertragen

 

   

3

       
   

e) Bewegungssimulations-geräte nach Meßdaten einstellen

 

               
   

a) die individuelle Lageorientierung des partiellen Zahnersatzes funktionsorientiert festlegen

 

12

           
 11 Herstellen von partiellem Zahnersatz (§ 3 Nr. 11)

b) Zähne, insbesondere nach Form, Farbe und Typus, auswählen und nach Funktion und Ästhetik in Wachs aufstellen

c) Prothese mit zahnfleischfarbenem Werkstoff fertigstellen und Kauflächen selektiv einschleifen

d) partielle Kunststoffprothesen mit eingearbeiteten gebogenen Halteelementen herstellen

e) partiellen Zahnersatz reparieren, nachträglich erwei tern und unterfüttern

 

               
   

f) Restgebiß in bezug auf Basisgestaltung und Plazierung retentiver und abstützender Elemente analysieren

 

   

8

         
   

g) Vorgesehene Halte- und Stützelemente, insbesondere Klammern, Doppelkronen und Geschiebe, funktions-orientiert beurteilen

 

               
   

h) Einstückgußprothese unter Berücksichtigung von Gewebebelastung, Statik, Werkstoff, Phonetik, Ästhetik und Paradontalhygiene konstruieren

 

     

9

       
   

i) Gerüst für Einstückguß-prothese mit integrierten Halte- und Stützelementen herstellen, insbesondere durch Duplizieren des Hauptmodells sowie Modellieren, Einbetten und Gießen des Gerüstes

k) Metallbasen für totale Prothesen konstruieren und herstellen

 

               
   

l) Gerüst für Einstückprothese ausarbeiten und Passungen herstellen

 

       

5

 

 

a) totalen Zahnersatz nach Analyse von Funktionsmo-dellen konstruieren, insbe-sondere Bißregistratwerte übertragen, Entlastungen einzeichnen, Oberkieferab-dämmungen einzeichnen und radieren sowie anatomische Parameter einzeichnen

 

16

           
 12 Herstellen von totalem Zahnersatz (§ 3 Nr. 12)

b) konfektionierte Zähne unter Berücksichtigung des Aufstellsystems nach Form, Farbe und Typus auswählen

c) Zähne eines Einzelkiefers nach Funktion und Ästhetik aufstellen

d) Totalprothesen in zahnfleischfarbenen Werkstoffen unter Beachtung einer funktionellen Randgestaltung fertigstellen

e) totalen Zahnersatz reparieren und unterfüttern

 

               
   

f) Zähne nach Funktion und Ästhetik des Ober- und Unterkiefers systembezogen in Wachs aufstellen

 

   

8

         
   

g) Prothesen reokkludieren und Funktionsstörungen durch selektives Einschleifen korrigieren

 

               
   

a) kieferorthopädische Modelle, insbesondere unter Berücksichtigung von Dentitionen und Anomalien, nach gewählten Systemen vermessen und kieferorthopädische Geräte konstruieren

 

       

6

 13 Herstellen von kiefer-orthopädischen Geräten (§ 3 Nr. 13)

b) Halte- und federelemente sowie Labialbögen biegen und einarbeiten

c) Schrauben fixieren und einarbeiten

d) Dehnplatten und Aktivatoren herstellen

e) kieferorthopädische Geräte reparieren, nachträglich erweitern und unterfüttern

 

               

14

Herstellen von festsitzendem Zahnersatz (§ 3 Nr. 14)

a) Kauflächen und weitere funktionelle Zahnflächen unter Berücksichtigung von Gegen-zahnbeziehungen aufbauen und selektiv einschleifen

 

   

4

         

Lfd.

Nr.

Teil des Ausbildungs-berufsbildes

Fertigkeiten und Kenntnisse, die unter Einbeziehung selbständigen Planens, Durchführens und Kontrol-lierens zu vermitteln sind

Zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr

     

1

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3

4

   

b) Arbeitsunterlagen beurteilen

 

     

11

       
14 Herstellen von festsitzendem Zahnersatz (§ 3 Nr. 14)

c) Präparationsart erkennen sowie Präparationsgrenze freilegen und kennzeichnen

d) Stümpfe ausblocken

e) Einschubrichtung überprüfen

f) festsitzenden Zahnersatz, insbesondere unter Berücksichtigung von Gewebebelastung, Statik, Werkstoff, Phonetik, Ästhetik und Paradontalhygiene, konstruieren

g) Randschlüsse modellieren und anpassen

h) Kontaktpunkte modellieren und anpassen

i) Werkstücke auf Kontrollmodelle aufpassen und überprüfen

k) provisorische Kronen und Brücken funktionsgerecht herstellen

l) Voll- und Verblendkronen funktionsgerecht herstellen

m) Wurzelkappen und Stiftaufbauten herstellen

 

               
   

n) mehrgliedrige Brücken funktionsgerecht herstellen

 

       

10

   

o) Teilkronen und indirekte Füllungen, insbesondere Inlays und Onlays, aus unterschiedlichen Werkstoffen funktionsgerecht herstellen

 

       

5

   

a) Gerüste, insbesondere deren Funktionalität, Form und Oberfläche, bewerten

 

       

7

 15 Verarbeiten von zahnfarbenen Werkstoffen § 3 Nr. 15)

b) Gerüstoberflächen für Kunststoffverblendungen durch Konditionieren und durch Einarbeiten mecha-nischer Retentionen vorbereiten

c) Gerüstoberflächen mit Kunststoffverblendmassen form- und funktionsgerecht beschichten

d) Verblendungen zum Erzielen vorgegebener Farb-wirkungen und Lichteffekte gestalten

e) Verblendungen anatomisch anpassen und Funktionsflächen selektiv einschleifen

 

               
   

f) Gerüste, insbesondere für Keramikbeschichtungen, vorbereiten

 

       

15

   

g) Gerüstoberflächen, insbesondere durch Oxid- und Washbrand, konditionieren

h) Gerüstoberflächen mit Keramikmassen form- und funktionsgerecht beschichten

i) Brennprogramme auswählen und keramische Massen brennen

k) Verblendungen durch Bemalen patientengerecht anpassen

l) Mantelkronen aus Einstoffkomponenten herstellen

               
   

a) Einschubrichtung von Verbindungselementen planen und festlegen

               
   

b) konfektionierte Geschiebe, Anker und Stege nach Funktion, Material und Abmessung auswählen

 

         5      
 16 Einarbeiten von konfektionierten Verbindungselementen; Herstellen von individuellen Verbindungselementen  (§ 3 Nr. 16)

c) konfektionierte Verbindungselemente nach Einschubrichtung, Bißsituation, Statik und harmonischer Beziehung zum Restgebiß einmodellieren

 

               
   

d) Primärteile für individuelle Stege, Doppelkronen und Umlaufrasten nach Einschubrichtung, Bißsituation, Statik und harmonischer Beziehung zum Restgebiß in Wachs vorfräsen und im Metall einfräsen

 

       

15

   

e) Sekundärteile für individuelle Verbindungselemente in Wachs und Kunststoff modellieren, gießen und Passungen im Metall herstellen

f) Verbindungselemente durch Löten, Angießen und Kleben einarbeiten

g) Funktion, Abzugskräfte, Handhabung, Stabilität und Gegenzahnbeziehung der Verbindungselemente  prüfen und dokumentieren

 

               
   

a) therapeutische Geräte konstruieren

 

       

4

 17 Herstellen von therapeutischen Geräten (§ 3 Nr. 17)

b) Wundverschlußplatten herstellen

c) Schienen, Bißführungsplatten und Aufbißbehelfe herstellen

               

 

*) Im Zusammenhang mit anderen im Ausbildungsrahmenplan aufgeführten Ausbildungsinhalten zu vermitteln