Geschichte

"Die Gipser kommen!", so der Ausruf eines Zuschauers des Festzuges, der am 16.Juni 1935 im Rahmen der "Reichshandwerkertage" in Frankfurt am Main stattfand. Daraus ist ersichtlich, wie wenig damals der Beruf des Zahntechniker-Handwerks bekannt war, obwohl bereits ein Jahr zuvor, nämlich am 15.06.1934, unser Handwerk als Vollhandwerk deklariert wurde. Damit hatte der Beruf des Zahntechnikers nach langer und wenig geschützter Zeit seinen Standort und Aufgabenbereich im Handwerk gefunden.

Damit war der Weg für die Gründung der Zahntechniker-Innung Rhein-Main-Wiesbaden geebnet. Eine Geschäftsstelle wie sie heute existiert, gab es damals noch nicht. Die erforderliche Ehrenamtstätigkeit wurde im Labor "nebenher" erbracht.

Durch die politische Situation im Dritten Reich und die sehr schwierigen Bedingungen nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde das Zahntechnikerhandwerk vor kaum zu bewältigende Herausforderungen gestellt. Mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland und der Einbindung in die Reichsverssicherungsordnung (RVO) 1977 nahm auch die Entwicklung des Zahntechniker-Handwerks einen positiven Verlauf. Heute besitzt das Zahntechniker-Handwerk mit der Zahntechniker-Innung Rhein-Main einen wichtigen Stellenwert in der Erbringung von zahntechnischen Gesundheitsleistungen.

Die Zahntechniker-Innung Rhein-Main nimmt heute einen wichtigen Platz im regionalen Handwerk, auf Landesebene im Landesinnungsverband Hessen (LIVH) sowie bundesweit im Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (Gründungsmitglied 1956) ein.

Dazu beigetragen haben seit der Gründung der Innung die gewählten Obermeister:


1934-1937
Wilhelm Fassl

1937-1945
1954-1962
Robert Burmeister

1945-1954
August Karch

1962-1999
Klaus Kanter
 
1999-2002
Ewald Hargarter
 
2002-2016
Thomas Marx


2016-2018
Alfred Setz


2018
Horst-Dieter Deußer